Rechtsgrundlage für das Aufstellen von Jurten 

wie gehe ich vor:
 
In der österreichischen Bauordnung scheint die Jurte als solches nicht auf, wodurch wir uns rechtlich in einer Grauzone befinden. In Deutschland gibt es in einigen Bundesländern in der Bauordnung Regelungen für "experimentelles Bauen" denen man eine Jurte zuordnen könnte. In der Schweiz sowie anderen europäischen Ländern sind uns ebenso Sondergenehmigungen bekannt.
 
Trotz der fehlenden klaren Zuordnung im Baugesetz gibt es Möglichkeiten und Wege eine Jurte legal aufstellen zu dürfen.
 
Oftmals beruht dies auf "Duldung", wobei angemerkt sei, dass im Falle eines Personenschadens durch den Betrieb einer Jurte auf Rechtsbasis die Schuldfrage geklärt werden muss.
So ist es nachvollziehbar das von Seiten der Gemeinden und Ämter es unter Umständen ebenso eine Absicherung verlangt. 
 
Hier kann ein Standsicherheits-gutachten oder in weiterer Folge 
eine Ausführungsgenehmigung oder auch "Zeltbuch" genannt, ein entscheidendes Dokument für eine Bewilligung sein.
 
Wir können zu unseren Jurten selbstverständlich genanntes Zeltbuch bzw. Standsicherheitsberechnung von einem unabhängigen statischen Gutachter liefern.

Eine Jurte ist ein fliegender Bau, auch mobile Architektur oder temporäre Architektur genannt.
Auch Wägen, die zeitweilig betriebsmäßig ortsfest benutzt werden zählen dazu.

 

Fliegende Bauten sind bauliche Anlagen, die geeignet und bestimmt sind, wiederholt aufgestellt und abgebaut zu werden, wobei sie einer Ausführungsgenehmigung (Zeltbuch) unterliegen.

 

Die Genehmigung solcher Bauten (Ausnahmen: siehe unten) sind in den jeweiligen Landesbauordnungen geregelt. (Deutschland)

Die konstruktiven und statischen Anforderungen werden durch die DIN EN 13 782 und 13 814 (früher DIN 4112) geregelt (Deutschland)

 

Auch in Österreich wird für fliegende Bauten in der Regel keine Baugenehmigung erteilt, an deren Stelle tritt die Ausführungsgenehmigung („Zeltbuch“). Trotz fehlender Ortsgebundenheit unterliegen auch hier fliegende Bauten der Bauüber-wachung bzw. der Bauaufsichtsbehörde.

Erhält ein fliegender Bau Ortsgebundenheit, etwa weil er länger als sechs Monate am gleichen Ort aufgestellt wird, wird eine Baugenehmigung erforderlich.

 

Ansonsten lehnen sich in Österreich die Bestimmungen weitgehend an die deutsche Richtlinie über den Bau- und Betrieb fliegender Bauten an.

 

Ausgenommen von einer Ausführungsgenehmigung sind so genannte „genehmigungsfreie Fliegende Bauten”, wie Zelte mit einer Grundfläche von weniger als 75 m2.

 

Unabhängig von der Genehmigung müssen diese Bauten dem allgemeinen öffentlichen Baurecht des Bundes und der Länder entsprechen. Dieses regelt u. a. die Standsicherheit in Hinblick auf Wind- und Schneelasten.

 

Auf Wunsch können wir für unsere Jurten eine Ausführungsgenemigung (Zeltbuch) liefern bzw. bei Behördenwegen beratend unterstützen.

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